
Terrassenüberdachung aus Blech: Material, Neigung und Entwässerung im Überblick
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Dieser Ratgeber zeigt, welches Trapezblech-Profil zu Ihrer Terrassenüberdachung passt, welche Dachneigung nötig ist und wie die Entwässerung richtig geplant wird. Sie erhalten konkrete Werte für Sparrenabstand, Lattenabstand und Rinnengröße für Ihre Planung.
Inhalt
Eine Terrassenüberdachung aus Blech schützt die Terrasse zuverlässig vor Regen, Hagel und UV-Strahlung. Trapezblech ist dafür die wirtschaftlichste Eindeckung, da im Gegensatz zu Dachziegeln keine Mindestneigung von 14° erforderlich ist. Für eine funktionierende Konstruktion müssen drei Bereiche zusammenpassen: die Wahl des richtigen Profils, eine ausreichende Dachneigung und eine geplante Entwässerung über Dachrinne und Fallrohr.
Welches Trapezblech-Profil eignet sich für eine Terrassenüberdachung?
Für Terrassenüberdachungen eignen sich vor allem die Profile Trapezbleche TP18 und Trapezbleche TP35 aus unserem Sortiment. Beide sind für eine maximale Sparrenweite von 0,90 m ausgelegt. Der eigentliche Unterschied liegt beim zulässigen Lattenabstand und in der optischen Wirkung des Profils.
TP18 oder TP35: Wo liegt der Unterschied?
Das TP18 hat eine Profilhöhe von 18 mm und wirkt dadurch flach und filigran. Das TP35 ist mit 35 mm Profilhöhe kräftiger in der Optik und erlaubt bei gleicher Blechstärke einen größeren Lattenabstand, was die Unterkonstruktion vereinfacht.
Merkmal | TP18 | TP35 |
Profilhöhe | 18 mm | 35 mm |
Deckbreite | 1,08 m | 1,035 m |
Max. Sparrenweite | 0,90 m | 0,90 m |
Max. Lattenabstand, 0,50 mm | 0,60 m | 0,90 m |
Max. Lattenabstand, 0,65 mm | 1,00 m | 1,20 m |
Max. Lattenabstand, 0,75 mm | 1,20 m | 1,50 m |
Garantie | 10 Jahre | 10 Jahre |
Lässt sich Trapezblech mit Lichtplatten kombinieren?
Trapezblech lässt sich mit den passenden Lichtplatten TP18 oder Lichtplatten TP35 aus Polycarbonat kombinieren, um zusätzliches Tageslicht auf die Terrasse zu bringen. Beide Lichtplatten haben dasselbe Profil wie das jeweilige Trapezblech und lassen sich dadurch passgenau in dieselbe Fläche verlegen, ohne dass zusätzliche Übergangsprofile nötig sind.
Antikondensvlies: Wozu dient es bei einer Terrassenüberdachung?
Bei offenen, unbeheizten Konstruktionen wie Terrassenüberdachungen und Carports empfehlen wir Antikondensvlies statt einer zusätzlichen Unterspannbahn. Das Vlies nimmt Kondenswasser auf der Blechunterseite auf, bevor es abtropfen kann, und benötigt dafür eine gute Luftzirkulation zum Trocknen. Es ist werkseitig aufbringbar und für TP18 sowie TP35 erhältlich.
Beide Profile sind in mehreren RAL-Farben sowie als Alu-Zink-Variante erhältlich, sodass sich die Terrassenüberdachung farblich an Fassade oder bestehende Dachflächen anpassen lässt.
Welche Dachneigung braucht eine Terrassenüberdachung aus Blech?
Eine Terrassenüberdachung aus Trapezblech benötigt mindestens 4,5° Dachneigung, wenn mit Antikondensvlies und ohne Unterspannbahn gearbeitet wird. Dieser Wert gilt für offene, unbeheizte Konstruktionen wie Carports, zu denen eine Terrassenüberdachung baulich zählt.
Die Neigung sorgt dafür, dass Regenwasser zuverlässig zur Traufe abläuft, statt sich auf dem Blech zu stauen. Stehendes Wasser belastet die Konstruktion und kann im Winter zu Eisbildung führen. Zum Vergleich: Dachziegelbleche benötigen mindestens 14° Neigung, damit der Wasserablauf funktioniert, Trapezblech ist also auch bei flachen Terrassenüberdachungen die praktikablere Wahl.
Wie wird eine Terrassenüberdachung aus Blech richtig entwässert?
Eine Terrassenüberdachung aus Blech benötigt eine Dachrinne mit Gefälle, damit Regenwasser kontrolliert abläuft, statt unkontrolliert über die gesamte Traufkante zu tropfen. Ohne Entwässerung entstehen häufig Spritzwasser an der Fassade und nasse Stellen auf der Terrasse direkt unter der Dachkante.
Welche Rinnengröße ist die richtige?
Die Dimensionierung richtet sich nach der Dachfläche, nicht nach der Grundfläche des Gebäudes:
Dachfläche | Empfohlene Rinnen- / Abflussgröße |
Bis 50 m² | 100 / 75 mm |
50 bis 150 m² | 125 / 90 mm |
Über 150 m² | 150 / 100 mm |
Terrassenüberdachungen liegen meist deutlich unter 50 m² Dachfläche. Unsere Dachrinne RG 125/150 deckt diesen Bereich komfortabel ab und ist in 3-Meter-Längen erhältlich.
Wie wird das Gefälle der Rinne eingestellt?
Das Gefälle der Dachrinne beträgt 5 mm pro laufendem Meter. Die Rinnenhalter werden dafür im Abstand von maximal 0,60 m gesetzt, ausgehend von einer gespannten Richtschnur zwischen erstem und letztem Halter. Die vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung inklusive Verbindungsstücken und Fallrohr-Anschluss finden Sie in unserem Artikel Dachrinne richtig montieren.
Welche Rolle spielt das Traufblech?
Das Traufblech leitet das von der Dachfläche ablaufende Regenwasser gezielt in die Dachrinne. Es sollte etwa zu einem Drittel in die Rinne hineinragen und rechtwinklig dazu verlegt werden. Traufblech und Rinnenhalter werden vor den Trapezblechen montiert, da die Trapezbleche anschließend auf dem Traufblech aufliegen.
Zur vollständigen Entwässerung gehört außerdem das Fallrohr, das die Rinne mit dem Boden verbindet und dort für die kontrollierte Ableitung des Wassers sorgt.

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Häufig gestellte Fragen
Nach Eingang Ihrer Bestellung meldet sich unser Team persönlich bei Ihnen. Per Telefon gehen wir gemeinsam jede Position noch einmal durch und klären offene Fragen. Sollte etwas nicht stimmen, wird es vor der Produktion korrigiert. Sobald die Bestellung bestätigt ist, können Sie sicher sein: Was geliefert wird, passt zu Ihrem Projekt.
Bei Ausführung mit Antikondensvlies und ohne Unterspannbahn sind mindestens 4,5° Dachneigung erforderlich, wie auch bei Carports. Bei flacheren Neigungen zwischen 4,5° und 10° ist zusätzlich eine doppelte Abdichtung der Überlappungen notwendig.
Zwingend vorgeschrieben ist eine Dachrinne nicht, sie wird aber dringend empfohlen. Ohne Entwässerung läuft das Regenwasser unkontrolliert über die gesamte Traufkante, was zu Spritzwasser an der Fassade und nassen Stellen auf der Terrasse führt.
Die maximale Tiefe ohne zusätzliche Stütze hängt von der gewählten Profilstärke, der Unterkonstruktion und den örtlichen Schnee- und Windlasten ab. Da es sich um eine statische Fragestellung handelt, empfehlen wir von dachbleche24, dies individuell mit unserem Beratungsteam zu klären.
Kleinere Zuschnitte lassen sich mit Elektro-Knabber, Handkreissäge oder Stichsäge vornehmen. Wichtig ist, dass keine Hitze oder Funkenflug entsteht, da sonst die Verzinkung an der Schnittkante beschädigt wird. Verwenden Sie deshalb keinen Winkelschleifer (Flex) und versiegeln Sie Schnittkanten anschließend mit Reparaturlack.
Beide Profile sind auf eine maximale Sparrenweite von 0,90 m ausgelegt. Der Unterschied liegt beim Lattenabstand: Das TP35 erlaubt bei gleicher Blechstärke einen größeren Abstand zwischen den Dachlatten als das TP18 und vereinfacht dadurch die Unterkonstruktion. Das TP18 wirkt durch die geringere Profilhöhe von 18 mm optisch flacher.
